Kleines Hypnose-Lexikon
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Unser kleines Hypnose-Lexikon erklärt in verständlicher Art und Weise die wichtigten Begriffe zum Thema 'Hypnose'.
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Einer posthypnotischen Amnesie geht entweder eine sehr tiefe Trance oder die entsprechende Suggestion voraus. In beiden Fällen reißt die Erinnerung an das in der Trance Erlebte mit dem Aufwachen ab. Es gibt auch die Möglichkeit der teilweisen Amnesie. Dabei besteht die Erinnerung an bestimmte Ereignisse zwar noch, aber alles andere ist vergessen. An was sich die hypnotisierte Person nach dem Aufwachen erinnern wird, kann der Hypnotiseur durch entsprechende Suggestionen steuern.
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Die Instanz, in der u. a. der Wille, die Wahrnehmung für Raum und Zeit, die Logik und die Fähigkeit, Dinge kritisch zu bewerten liegen. Diese sorgt auch dafür, daß wir wissen wer wir sind (Ich-Bewußtsein).
Im Wachzustand filtert das Bewußtsein äußere Einflüsse und ordnet sie als wichtig oder nebensächlich ein. Bei starker Konzentration auf eine bestimmte Sache ist das Bewußtsein mit dieser mehr oder weniger augelastet, sodaß die bewußte Wahrnehmung für andere Dinge in den Hintergrund tritt.
Viele Eindrücke des Alltags gehen ungefiltert am Bewußtsein vorbei, direkt ins Unterbewußtsein. Wenn man z. B. jeden Tag den gleichen Weg zur Arbeit fährt, dann entzieht es sich der Bewußten Erinnerung, an wievielen roten Autos man vorbeigekommen ist, oder wieviele Menschen einem begegnet sind. Dies ist eine der Grundlagen für Beeinflußbarkeit auf unbewußter Ebene im Wachzustand.
Schnelle Einleitungstechniken, mit denen in Sekunden eine (tiefe) Trance erzielt wird, bezeichnet man als Blitzhypnose. Die Basis dafür bilden psychologischen Mechanismen, denen sich der Hypnotiseur bedient. Unter anderem spielen dabei die Erwartungshaltung der zu hypnotisierenden Person, die besondere Atmosphäre sowie psychologische Ansteckung (wenn mehrere Personen nacheinander hypnotisiert werden) sowie ein sehr direkt-autoritäres Vorgehen eine Rolle. Insbesondere bei Hypnose-Shows wird die Blitzhypnose eingesetzt, weil dort meist keine Zeit für eine langwierige Einleitung gegeben ist.
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Als Hypnose bezeichnet man verschiedene Techniken zur Einleitung und Nutzbarmachung einer Trance. Man unterscheidet hierbei zwischen klassischer und moderner Hypnose.
Das Wort "Hypnose" wurde von dem schottischen Augenarzt James Braid geprägt, der es vom griechischen Gott des Schlafes Hypnos ableitete.
Ein Hypnotiseur ist eine Person, die einen anderen Menschen hypnotisiert. Dabei können unterschiedliche Zwecke verfolgt werden. Ein Showhypnotiseur versetzt die Teilnehmer seiner Show in Trance, um sein Publikum unterhalten, während ein Hypnosetherapeut oder Personal Coach seinem Klienten mit Hypnose dabei hilft persönliche Ziele zu erreichen.
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Induktion ist ein anderes Wort für Hypnose-Einleitung und stammt aus dem Lateinischen. Es gibt viele verschiedene Induktions-Methoden. Bei klassischen Methoden werden meist Hilfsmittel, wie z. B. ein Pendel, sowie direkte, befehlsartige Suggestionen benutzt. Moderne Induktions-Methoden benötigen keinerlei Hilfsmittel. Es werden indirekte Suggestionen benutzt, die oft als solche kaum erkennbar sind. Das ermöglicht z. B. eine Hypnose-Einleitung im Laufe eines gewöhnlichen Gesprächs.
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Hierunter versteht man eine gezielt durch Suggestion hervorgerufene Starre bestimmter Körperteile.
Das wohl bekannteste Beispiel ist die "Kataleptische Brücke", bei der die hypnotisierte Person steif wie ein Brett, nur am Kopf und an den Füßen gestützt, zwischen zwei Stühlen liegt.
Die Katalepsie kann dem Hypnotiseur auch Aufschluß darüber geben, wie tief sein Proband in Trance ist. Ab einer mittleren Trancetiefe ist es z. B. möglich, einen Arm steif werden zu lassen und diese Starre über eine längere Zeit aufrecht zu erhalten. Der Proband wird nach der Trance meist keinerlei Ermüdungserschienungen der Muskulatur haben.
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Bei der Posthypnose werden in der Trance Suggestionen gegeben, die der Proband erst zu einem späteren Zeitpunkt nach dem Aufwachen ausführen soll. Ist der Zeitpunkt gekommen, wird es für den Probanden zu einem starken inneren Bedürfnis, der Suggestion Folge zu leisten. Hierfür geht er noch einmal in eine Trance, die sich normalerweise jedoch nur auf die Umsetzung der Suggestion beschränkt. Dieser Trancezustand wird Posthypnose genannt, da er nach dem Aufwachen auftritt. Gekennzeichnet ist die Posthypnose dadurch, daß der Proband das was er tut als eigenen Antrieb ansieht und währenddessen wieder sehr empfänglich für die Suggestionen des Hypnotiseurs ist.
Die Progression ist das Gegenstück zu einer Regression. Die hypnotisierte Person wird dabei in ihre eigene Zukunft geführt. Verwendung findet diese Technik dann, wenn man jemandem zeigen möchte, wie es in der Zukunft für ihn aussehen kann, wenn er z. B. weniger Gewicht hat. Das dient der Festigung neuer Verhaltensweisen und des damit verbundenen Zieles im Unterbewußtsein.
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Die enge Verbindung zwischen Hypnotiseur und Proband nennt man Rapport. Er wird meist schon im Gespräch vor der eigentlichen Hypnose-Einleitung - spätestens währenddessen - aufgebaut und nimmt mit Vertiefung der Trance immer mehr an Intensität zu. In einer tiefen Trance ist er die einzige Verbindung der hypnotisierten Person zur Realität da andere äußere Einflüsse normalerweise zu weit in den Hintergrund rücken oder gar nicht mehr wahrgenommen werden. Für einen perfekten Rapport, der sogar in einem verbalen Dialog bestehen kann, ist u. a. das Vertrauensverhältnis zwischen Hypnotiseur und Proband die wichtigste Basis.
Regression ist ein anderes Wort für Rückführung. Hierbei wird die hypnotisierte Person in ihre eigene Vergangenheit zurückversetzt, was oft mit einer Veränderung der Persönlichkeit und der Stimme dem Zielalter entsprechend einhergeht. Auf diese Weise können vergangene, längst vergessene Ereignisse wieder in Erinnerung gebracht und verarbeitet werden.
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Wenn Hypnose zu Unterhaltungszwecken eingesetzt wird, dann spricht man von Showhypnose. Sie wird von den meisten Showhypnotiseuren auch als Werbung für die Hypnose und zur Aufklärung über deren Möglichkeiten genutzt. Oft werden Hypnose-Shows in Diskotheken vorgeführt. Man findet sie jedoch auch bei allen anderen Anlässen, da sie eine willkommene Abwechslung zu anderen künstlerischen Darbietungen sind. Das Umfeld in dem eine Show stattfindet und die Anfrorderungen an den Hypnotiseur sind also ganz anders als bei einer Hypnose-Sitzung. Der Hypnotiseur muß sich um mehrere Personen gleichzeitig kümmern und es kann durch die Zuschauer recht laut werden. In der Showhypnose ist es daher unabdingbar, nicht nur die Probanden auf der Bühne, sondern vor allem auch das Publikum zu fesseln und mitzureißen.
Ein Satz oder eine Wendung, die beim Zuhörer oder Leser eine unbewußte Reaktion auslöst, ist eine Suggestion. Sie ist ein wichtiges Element bei der Hypnose und dient dazu, zunächst die Trance einzuleiten, dann zu vertiefen und schließlich mit dem Unterbewußtsein zu kommunizieren.
Alle Suggestionen, die zur Einleitung und Vertiefung der Trance benutzt werden, nennt man Zwecksuggestionen. Durch sie wird der sog. Rapport aufgebaut. Die eigentliche Veränderungsarbeit in der Trance erfolgt durch Zielsuggestionen.
Somnambulismus ist die fachliche Bezeichnung für eine tiefe Trance. In dieser kann der hypnotisierten Person z. B. suggeriert werden, daß sie sich an einem völlig anderen Ort befände und dort gerade eine bestimmte Aktion ausführt. Die Person ist dabei in der Lage, die Augen zu öffnen und sich im Rahmen der durch den Hypnotiseur vorgegebenen virtuellen Realität ganz normal zu bewegen. Auf Außenstehende wirkt dies oft, als wäre die hypnotisierte Person wach. Charakteristisch ist das Abreißen der Erinnerung an das in der Trance Erlebte mit dem Aufwachen.
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Unter Tiefenhypnose versteht man spezielle Vorgehensweisen, mit denen ein Mensch gezielt in eine tiefe Trance (Somnambulismus) versetzt werden kann. In dieser besteht ein uneingeschränkter Zugriff auf das Unterbewußtsein und dadurch eine fast unbegrenzte Palette an Möglichkeiten, z. B. die Konditionierung einer Wachhypnose oder das Nutzen von virtuellen Realitäten.
Dies ist eine Methode zur Veränderung negativer Verhaltensweisen über die Arbeit mit vergangenen Erfahrungen, sowie dem Vorausblick auf zukünftige positive Veränderungen. Es werden dazu u. a. Regression oder Progression genutzt.
Die Trance ist ein Zustand zwischen Schlafen und Wachsein, der z. B. durch Hypnose erreicht wird. Es wird unterschieden zwischen leichter, mittlerer und tiefer Trance.
Jeder Mensch befindet sich mehrmals täglich in verschiedenen Trancezuständen ("Alltagstrance"), die sehr verschieden aussehen können. Der Umstand, in Trance zu sein, wird jedoch meist nicht bewußt wahrgenommen, denn eine Trance ist ein völlig neutraler Zustand, der auf unbewußter Ebene abläuft und keinerlei wahrnehmbare Strukturen aufweist. Bei Tagträumen zum Beispiel ist man in Gedanken an einem anderen Ort ohne sich dessen bewußt zu werden. Das geschieht nur, wenn man plötzlich aus seinem Traum herausgerissen wird.
Eine hypnotische Trance ist normalerweise sehr viel stabiler als eine Alltagstrance und wirkt sich immer so aus, wie der Hypnotiseur es suggeriert. Die einzig wahrnehmbaren Aspekte daran sind eventuell Entspannung, Schwere und Müdigkeit, sofern diese suggeriert werden.
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Das Unterbewußtsein ist der Speicherort aller Erfahrungen und Erlebnisse, die ein Mensch jemals in seinem Leben gemacht hat. Durch diese wird unser tägliches Denken, Fühlen und Verhalten gesteuert. Es ist außerdem die Steuerzentrale für alle körperlichen Prozesse, wie z. B. Atmung, Herzschlag, Lidschlag, Verdauung, das Wachstum der Gewebsstrukturen usw.
Das Unterbewußtsein funktioniert nach 3 einfachen Grundregeln:
Jeder Gedanke bzw. jede Vorstellung hat das Bestreben sich zu verwirklichen.
Wenn die innere Überzeugung dem bewußten Willen entgegensteht, siegt immer die Überzeugung.
Jede Willensanstrengung ohne Vorstellung vom zu erreichenden Ziel bewirkt ihr genaues Gegenteil.
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Bestimmte Suggestionen oder Gesten, die benutzt werden um eine tiefere Trance zu erzielen. Hauptziel ist dabei die Loslösung von sämtlichen äußeren Einflüssen. Dadurch wird der Rapport verstärkt und die Möglichkeiten zur Beeinflussung unterbewußter Strukturen werden umfangreicher.
Hierunter versteht man ein Trancephänomen, bei dem die hypnotisierte Person in eine bestimmte Umgebung oder Situation versetzt wird. Diese wird als real empfunden, kann detailliert beschrieben und mit allen Sinnen erlebt werden. Nach dem Aufwecken besteht die Erinnerung meist genauso, wie an ein tatsächlich geschehenes Erlebnis.
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Zustand, in dem die hypnotisierte Person in der Lage sich normal zu bewegen, selbst zu denken und zu handeln. Dennoch sind alle Phänomene einer tiefen Trance möglich.
Es gibt zwei Wege ihn zu erreichen. Auf der einen Seite werden Suggestionen, ohne erkennbare Hypnose, einfach im Wachzustand gegeben. Im NLP gibt es dafür entsprechende Techniken.
Andererseits kann die Wachhypnose in einer tiefen Trance durch entsprechende Suggestionen konditioniert und dann als eine Art generelle Posthypnose genutzt werden.
Der Vorteil der Wachhypnose ist, daß zur Einflußnahme auf bestimmte Verhaltensweisen keine Hypnose-Einleitung im eigentlichen Sinn mehr notwendig ist.
Funktion des Bewußtseins, die die Entscheidung ermöglicht, etwas bewußt zu tun oder zu lassen. Allerdings ist der Wille durch das gezielte Hervorrufen von Emotionen beeinflußbar. Hieraus ergibt sich ein wichtiger Faktor für die Wirksamkeit von Suggestionen.
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