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Hypnose und wie man sie empfindet

Hypnose hat eine Jahrtausende alte Geschichte und wurden in den verschiedenen Kulturen sehr unterschiedlich genutzt und erklärt. Die wissenschaftliche Erforschung der Hypnose begann in den 50er Jahren des letzten Jahrhunderts (u. a. durch Milton Erickson). Nach wie vor gibt es aber ein Vielzahl von verwendeten Methoden und auch Sichtweisen.

In der Psychotherapie oder beim Zahnarzt hat man den Nutzen der Hypnose schon vor Jahrzehnten erkannt. Sie hilft, Ursachen von Problemen aufzudecken, Angst und Schmerzen zu lindern. Und nicht nur das, es lassen sich auch Ziele wie z. B. das Rauchen aufzugeben oder Abnehmen sehr viel leichter erreichen, wenn man im Unterbewußtsein ansetzt, denn dort haben sämtliche Gewohnheiten und Verhaltensweisen ihren Ursprung.

Aber was bedeutet nun eigentlich "Hypnose"? Es ist eine Methode um eine Trance einzuleiten. In diesem Zustand kann man das Unterbewußtsein direkt mit Suggestionen erreichen. So können Anschauungen und Verhaltensweisen geändert werden. Dabei geht es nicht darum, dem Menschen etwas "einzureden", sondern vielmehr darum, eine individuell zugeschnittene Problemlösung für die jeweilige Person zu finden.

Eine Trance ist ein Zustand zwischen Schlafen und Wachsein. Man erlebt sie mindestens zweimal täglich; kurz vor dem Aufwachen und kurz vor dem Einschlafen. Bei der Hypnose sorgen Suggestionen dafür, daß die Trance vertieft, aufrechterhalten und auch wieder beendet wird. In Trance folgt das Unterbewußtsein den Anweisungen des Hypnotiseurs.

Die Fragen, was in einer Trance mit einem Menschen passiert oder was eine Trance ist, sind global gar nicht so leicht zu beantworten. Dies liegt daran, das eine Trance sehr viele Formen haben kann. Die Auswirkungen einer Trance sind hauptsächlich abhängig von der angewandten Hypnose-Methode sowie natürlich auch von den Suggestionen, welche im Einzelfall benutzt werden.

Viele Menschen gehen davon aus, das man bei einer Hypnose in einen angenehmen Tiefschlaf versetzt wird und bestimmte Suggestionen bekommt, nach dem Aufwachen weiß man dann nichts mehr. Diese sehr einfache Form der Hypnose wird z. B. bei der Showhypnose auf der Bühne benutzt. Hierbei geht es ausschließlich um den Showeffekt, es reicht das die Suggestionen noch kurz nach dem Aufwachen ihre Wirkung behalten. Deshalb wird nur ein Monolog benutzt. Aber es gibt auch andere, komplexere Formen der Hypnose. So kann eine Hypnose-Einleitung im Verlauf eines Gesprächs erfolgen, wobei es möglich ist, das die Augen offen bleiben und weiterhin ein Dialog geführt wird, der allerdings mit zunehmender Trancetiefe mehr und mehr mit dem Unterbewußtsein stattfindet. Der Dialog bleibt sogar bei einer Tiefenhypnose bestehen. Sowohl bei klassischen wie auch modernen Hypnose-Methoden ist eine Einleitung auch im Sitzen und sogar im Stehen möglich. Denn auch wenn eine Trance bei vielen Methoden gewisse Ähnlichkeiten mit dem echten Schlaf hat, so bleibt in der Trance die Kommunikationsfähigkeit des Unterbewußtseins bestehen.

Ein interessanter Hypnose-Effekt ist ein Zustand, den man als "virtuelle Realität" bezeichnen kann. Hierbei ändert sich das Realitätsempfinden unter Führung des Hypnotiseurs, Zeit und Raum werden verändert wahrgenommen. Dies kann in vielerlei Hinsicht genutzt werden. Z. B. kann man die Vergangenheit erforschen (das Unterbewußtsein vergißt nichts) oder Prognosen stellen für eine zukünftige Entwicklung. Oder man kann ganz einfach Ursachen für bestehende Probleme oder Blockaden sozusagen "spielerisch" herausfinden. Die Möglichkeiten sind nahezu unbegrenzt.

Zusammenfassend kann man sagen, das eine Trance ein neutraler Zustand ist, der praktisch keine wahrnehmbaren Merkmale und Formen hat. Wenn eine Trance eine bestimmte Form annimmt, dann aufgrund einer bestimmten Methode mit bestimmten Suggestionen. Das bedeutet, eine Trance nimmt erst durch die Führung des Hypnotiseurs konkrete Formen an. Die Führung war bei klassischen Methoden mehr autoritär, bei modernen Methoden ist die Führung aber eher sanft und indirekt, das Wohlbefinden der Person steht im Vordergrund. Dadurch wird die Hypnose-Einleitung unter Umständen gar nicht realisiert. Allerdings sollte man den wahrnehmbaren Empfindungen nicht zu viel Bedeutung zumessen. Das Ziel der Hypnose (sei es eine Raucherentwöhnung, eine Gewichtsreduktion, Motivation usw.) wird auf einer unbewußten Ebene erreicht. Also in einem Bereich, der einem selbst normalerweise nicht zugänglich ist.

Auf den Seiten von Andrea Prüter und Ernst Mathes finden Sie weitere Informationen über die verschiedenen
Anwendungs­möglich­keiten der Hypnose, außerdem bieten wir eine Hypnose-Ausbildung nach Maß.

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